NID "NitratInformationsDienst"
Nitratinformationsdienst (NID) – Mais 2026
Mit einer Anpassung der Stickstoffdüngung an den Vorrat an mineralischem und damit pflanzenverfügbarem Stickstoff im Boden wird sowohl eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung sichergestellt als auch ein Nitrataustrag ins Grundwasser vermieden. Der Nitratinformationsdienst liefert dazu die aktuellen Düngeempfehlungen jetzt auch für Mais.
Für die Empfehlungen wurden vom 11. bis 13. März 45 Schläge auf der nördlichen (23) und südlichen (22) Traun-Enns-Platte in einer Tiefe von 0-90 cm beprobt (getrennte Beprobung der Tiefenstufen 0 – 30 cm, 30-60 cm und 60-90 cm) und der mineralische Stickstoff analysiert (Nitrat in allen drei Tiefenstufen, Ammonium in 0-30 cm). Ab einem bestimmten Vorrat an mineralischen Stickstoff im Boden kann Stickstoffdünger eingespart werden. Dabei ist von den Düngeempfehlungen der Richtlinien für die sachgerechte Düngung auszugehen.
Zur Interpretation der Ergebnisse wurden mögliche Einflussfaktoren auf den Vorrat an mineralischem Stickstoff erhoben. Das waren die Hauptfrucht, die Vorfrucht, der Viehbesatz, die Zwischenfrucht und die Bodenverhältnisse.
Für die Empfehlungen wurden vom 11. bis 13. März 45 Schläge auf der nördlichen (23) und südlichen (22) Traun-Enns-Platte in einer Tiefe von 0-90 cm beprobt (getrennte Beprobung der Tiefenstufen 0 – 30 cm, 30-60 cm und 60-90 cm) und der mineralische Stickstoff analysiert (Nitrat in allen drei Tiefenstufen, Ammonium in 0-30 cm). Ab einem bestimmten Vorrat an mineralischen Stickstoff im Boden kann Stickstoffdünger eingespart werden. Dabei ist von den Düngeempfehlungen der Richtlinien für die sachgerechte Düngung auszugehen.
Zur Interpretation der Ergebnisse wurden mögliche Einflussfaktoren auf den Vorrat an mineralischem Stickstoff erhoben. Das waren die Hauptfrucht, die Vorfrucht, der Viehbesatz, die Zwischenfrucht und die Bodenverhältnisse.
Vorrat an pflanzenverfügbarem Stickstoff Anfang März 2026
Der Gehalt an mineralischem Stickstoff (Nmin) betrug im Durchschnitt (gerundet) 43 kg N/ha (im Vorjahr waren es 46 kg N/ha). In den einzelnen Tiefenstufen waren es durchschnittlich 24 kg in den obersten 30 cm, 12 kg in 30 bis 60 cm und 7 kg in 60 bis 90 cm Tiefe. Die Werte der heuer untersuchten Schläge lagen zwischen 14 und 83 kg N/ha in 0 90 cm Bodentiefe. Auf den beprobten Flächen befanden sich 50% der Werte zwischen 33 kg N/ha und 54 kg N/ha und damit überwiegend auf niedrigem bis mittlerem Niveau. Vier der untersuchten Feldstücke hatten Nmin Gehalte im Boden von über 70 kg N/ha.
Unterschiede zwischen den Nmin Gehalten von Schlägen in der nördlichen Traun-Enns-Platte (Bezirke Linz Land und Wels Land) und der südlichen (Bezirke Kirchdorf und Steyr) waren nicht feststellbar. Die Vorfrüchte erwiesen sich als relevanter Einfluss auf die Nmin Gehalte. Die am häufigsten vertretenen Vorfrüchte waren Wintergerste (15 mal), Winterweizen (8 mal), Körnermais (8 mal) und Kümmel (3 mal) und Sojabohne (2 mal). Andere Vorfrüchte waren jeweils nur einmal vertreten.
Die Vorfrucht Wintergerste führte zu Nmin Gehalten von durchschnittlich 51 kg N/ha. Nach Winterweizen wurden durchschnittliche Werte von 36 kg N/ha, nach Körnermais 41 kg N/ha, nach Kümmel 41 kg N/ha und nach Sojabohne 69 kg N/ha festgestellt. Bei den anderen Vorfrüchten ist die Anzahl der Fälle für eine Empfehlung zu gering. Der Unterschied zwischen Schlägen mit und ohne Zwischenbegrünungen betrug im Durchschnitt 6 kg N/ha (tendenziell niedrigere Werte nach Begrünung).
Unterschiede zwischen den Nmin Gehalten von Schlägen in der nördlichen Traun-Enns-Platte (Bezirke Linz Land und Wels Land) und der südlichen (Bezirke Kirchdorf und Steyr) waren nicht feststellbar. Die Vorfrüchte erwiesen sich als relevanter Einfluss auf die Nmin Gehalte. Die am häufigsten vertretenen Vorfrüchte waren Wintergerste (15 mal), Winterweizen (8 mal), Körnermais (8 mal) und Kümmel (3 mal) und Sojabohne (2 mal). Andere Vorfrüchte waren jeweils nur einmal vertreten.
Die Vorfrucht Wintergerste führte zu Nmin Gehalten von durchschnittlich 51 kg N/ha. Nach Winterweizen wurden durchschnittliche Werte von 36 kg N/ha, nach Körnermais 41 kg N/ha, nach Kümmel 41 kg N/ha und nach Sojabohne 69 kg N/ha festgestellt. Bei den anderen Vorfrüchten ist die Anzahl der Fälle für eine Empfehlung zu gering. Der Unterschied zwischen Schlägen mit und ohne Zwischenbegrünungen betrug im Durchschnitt 6 kg N/ha (tendenziell niedrigere Werte nach Begrünung).
Empfehlung zu Mais
Nmin Vorräte im Boden, die 40 kg N/ha übersteigen, können auf die empfohlene Düngemenge (gemäß Richtlinien für die sachgerechte Düngung) angerechnet werden, ohne dass Ertragseinbußen zu erwarten sind. Nach der Vorfrucht Wintergerste ergibt sich daraus eine Empfehlung zur Einsparung der Düngung von 10 kg N/ha, nach Sojabohne 30 kg N/ha. Nach Winterweizen, Körnermais oder Kümmel ist keine Einsparung der Düngung sinnvoll.
Vorschriften hinsichtlich maximaler Gaben- bzw. Einzelgabenbeschränkungen, Düngeobergrenzen laut ÖPUL und NAPV sind einzuhalten. Eine etwaig durchgeführte Herbstdüngung (Zwischenfrucht) und die Vorfruchtwirkung gemäß Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung (NAPV) sind zu berücksichtigen.
Vorschriften hinsichtlich maximaler Gaben- bzw. Einzelgabenbeschränkungen, Düngeobergrenzen laut ÖPUL und NAPV sind einzuhalten. Eine etwaig durchgeführte Herbstdüngung (Zwischenfrucht) und die Vorfruchtwirkung gemäß Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung (NAPV) sind zu berücksichtigen.
Nitratinformationsdienst (NID) - Ergebnisse und Empfehlungen zu Winterweizen und Triticale 2026
Mit einer Anpassung der Stickstoffdüngung an den Vorrat an mineralischem und damit pflanzenverfügbarem Stickstoff im Boden wird sowohl eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung sichergestellt als auch ein Nitrataustrag ins Grundwasser vermieden. Der Nitratinformationsdienst liefert dazu die aktuellen Düngeempfehlungen für Winterweizen, und Triticale. Weitere Empfehlungen zu Mais werden bis Ende März zur Verfügung gestellt.
Für die Empfehlungen wurden vom 26. bis 29. Jänner 2026 31 Schläge auf der nördlichen (13) und südlichen (18) Traun-Enns-Platte in einer Tiefe von 0-90 cm beprobt (getrennte Beprobung der Tiefenstufen 0-30 cm, 30-60 cm und 60-90 cm) und der mineralische Stickstoff analysiert (Nitrat in allen 3 Tiefenstufen, Ammonium in 0-30 cm). Ab einem bestimmten Vorrat an mineralischen Stickstoff im Boden kann Stickstoffdünger eingespart werden. Dabei ist von den Düngeempfehlungen der Richtlinien für die sachgerechte Düngung auszugehen.
Zur Interpretation der Ergebnisse wurden mögliche Einflussfaktoren auf den Vorrat an mineralischem Stickstoff erhoben. Das waren die Hauptfrucht, die Vorfrucht, der Viehbesatz, die Zwischenfrucht und die Bodenverhältnisse.
Zur Interpretation der Ergebnisse wurden mögliche Einflussfaktoren auf den Vorrat an mineralischem Stickstoff erhoben. Das waren die Hauptfrucht, die Vorfrucht, der Viehbesatz, die Zwischenfrucht und die Bodenverhältnisse.
Vorrat an pflanzenverfügbarem Stickstoff Anfang Februar 2025
Der Gehalt an mineralischem Stickstoff (Nmin) betrug im Durchschnitt (gerundet) 60 kg N/ha (2025: 37 kg N/ha, 2024: 29 kg N/ha, 2023: 48 kg N/ha, 2022: 37 kg N/ha, 2021: 49 kg N/ha). In den einzelnen Tiefenstufen waren es durchschnittlich 28 kg in den obersten 30 cm, 20 kg in 30 bis 60 cm und 12 kg in 60 bis 90 cm Tiefe. Die Werte der heuer untersuchten Schläge lagen zwischen 27 und 137 kg N/ha in 0 90 cm Bodentiefe, wobei der höchste Wert nach einem Grünlandumbruch verzeichnet wurde. Auf den beprobten Flächen befanden sich 50% der Werte zwischen 38 kg N/ha und 71 kg N/ha und damit überwiegend auf mittlerem Niveau. Fünf der untersuchten Feldstücke hatten Nmin Gehalte im Boden von über 90 kg N/ha.
Unterschiede zwischen den Nmin Gehalten von Schlägen in der nördlichen Traun-Enns-Platte (Bezirke Linz Land und Wels Land) und der südlichen (Bezirke Kirchdorf und Steyr) waren nicht feststellbar. Zwischenfrüchte wurden nur nach Winterraps angebaut. Die Vorfrüchte erwiesen sich als relevanter Einfluss auf die Nmin Gehalte. Die am häufigsten vertretenen Vorfrüchte waren Körnermais (13 mal), Silomais, Sojabohne und Winterraps (je 4 mal), außerdem Zuckerrübe (3 mal), Ölkürbis und Sommerhafer (je 1 mal), sowie Grünlandumbruch (1 mal). Die Vorfrucht Körnermais führte zu Nmin Gehalten von durchschnittlich 50 kg N/ha. Nach Silomais wurden durchschnittliche Werte von 64 kg N/ha, nach Sojabohne 55 kg N/ha, nach Winterraps 81 kg N/ha und nach Zuckerrübe 31 kg N/ha festgestellt. Bei den anderen Vorfrüchten ist die Anzahl der Fälle aber für eine Empfehlung zu gering (nach Vorfrucht Ölkürbis 62 kg N/ha, Sommerhafer 119 kg N/ha, Grünland 137 kg N/ha).
Empfehlung zu Getreide
Nmin Vorräte im Boden, die 40 kg N/ha übersteigen, können auf die empfohlene Düngemenge (gemäß Richtlinien für die sachgerechte Düngung) angerechnet werden, ohne dass Ertragseinbußen zu erwarten sind. Nach der Vorfrucht Körnermais ergibt sich daraus eine Empfehlung zur Einsparung der Düngung von 10 kg N/ha, nach Silomais 25 kg N/ha, nach Sojabohne 15 kg N/ha und nach Winterraps 40 kg N/ha. Nach Zuckerrübe ist keine Einsparung der Düngung sinnvoll.
Geltende Obergrenzen, z.B. Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung, GRUNDWasser 2030, pauschale Empfehlungen (RlsgD) und sonstige Vorgaben zur Düngereduktion sind jedoch einzuhalten und bleiben von den Empfehlungen unberührt.